Für Monteure

Montage

Was verbirgt sich hinter der warmen Montage?

Die Auswahl von energieeffizienten Aluminiumfenstern ist erst der Anfang unseres Weges! Damit die von uns gekauften Produkte ihrer Aufgabe gerecht werden und dazu beitragen, Kosten für die Beheizung und den Einsatz der Klimaanlage zu sparen, müssen sie entsprechend montiert werden. Die richtige Montage vermeidet zudem das Durchfeuchten von Dämm- und Konstruktionsmaterialien.

Der größte Nachteil herkömmlicher Montageweise von Fenstern und Türen ist das Entstehen von Kältebrücken, die zu Wärmeverlusten und zum Risiko des Durchfeuchtens der Wand an der Kontaktstelle mit dem Fenster führen. Um diese gravierenden Probleme zu eliminieren, ist es empfehlenswert, sich für die Schichtmontage zu entscheiden.

Der Kernpunkt der warmen Montage besteht in der Einbettung des Fensters nicht in der Mauerwand, sondern in der Dämmschicht. Diese Technik kommt bei einer zwei- und dreischichtigen Mauerwand zum Einsatz. Bei der Schichtmontage ist das korrekt aufgebaute Gerüst sehr wichtig, auf welchem das Fenster abgestützt wird. Es besteht in erster Linie aus Metallelementen, die an die Wand auf der Basis der Fensteröffnung festgeschraubt, die wiederum als Hauptstützen, tragende Konsolen oder als Seitenstützen  bezeichnet werden. Der Abstand der Stütze von den Ecken und Fensterpfosten sollte ca. 15 cm betragen und der zulässige Abstand zwischen den Ankern beträgt maximal 70 cm. Die tragenden Konsolen sind im Inneren der Fensteröffnung oder an der Stirnseite der Mauerwand befestigt, hingegen sind die Seitenstützen oben und an den Seiten der Fensteröffnung platziert. Die Verbindung der Konsolen mit dem Fensterprofil erfolgt mittels geeigneter Schrauben.
Die Ankertypen und die Montageweise ist im Projekt samt Montageplan unter Berücksichtigung des Fenstergewichts, des Abstands, wie weit das Fenster vor die Mauerwand vorgeschoben werden soll und des Materials, aus dem die Mauerwand gefertigt ist, bestimmt. Autorisierte Monteure von Oknaaluminiowe.pl verwenden ausschließlich Materialien von bewährten Firmen, u. a. Anker und Befestigungen der Firma Fischer.

Bei warmer Montage kommen drei Isolationsschichten zum Einsatz. Von außen wird eine Folie oder ein Dehnungsband mit dampfdurchlässigen Eigenschaften montiert, welche die Wasserdampfdiffusion ermöglicht und vor ungünstigen Niederschlägen schützt. Die mittlere wärmeisolierende Schicht ist aus Polyurethanschaum gefertigt und von innen wird ein dampfdichtes Band oder Folie verwendet, die gegen das Eindringen von Feuchtigkeit vom Haus in die Wärmedämmungsschicht schützen.

SCHEMA DER WARMEN MONTAGE AM BEISPIEL DES FENSTERS AUF BASIS VON TM 102HI

Wie sind Fenster mit erhöhter Schalldämmung ordnungsgemäß einzubauen?

Auf die Schalldämmung wirkt sich im erheblichen Maße die Schalldämmung der Glasscheibe aus, wobei jedoch der Montage gleiche Bedeutung zukommt. Die Schalldämmung der Abdichtung von Montagespalten ist eines der Faktoren, die sich auf die Schalldämmung des Fensters auswirkt. Zur Gewährleistung der maximalen Dämmung des Fensters empfehlen wir die Montage samt Abdichtung mit Mineralwolle. Als Alternativlösung kann Montageschaum eingesetzt werden. Bei derartigen Dichtungen ist die negative Auswirkung des Abschneidens von Schaum zu berücksichtigen, der sich bei erforderlicher hoher Schalldämmung des Fensters mittels Folie eliminieren lässt.

Dürfen Fensters auf Porenbeton montiert werden?

Jede Montage von Fenstern sollte auf Grundlage der technischen Dokumentation durchgeführt werden, die von der Person mit entsprechenden Berechtigungen ausgefertigt wurde.
Ein erforderlicher Bestandteil einer derartigen Dokumentation ist die Erarbeitung des Montageplans in graphischer Form auf Grundlage der Berechnungen zur Überprüfung der Sicherheit der Verbindung mit der Wand. Die Montage von Fenstern auf Grundlage einer derart erarbeiteten Dokumentation bezweckt die Gewährleistung der richtigen Auswahl der Befestigungselemente je nach voraussichtlichen Belastungen und des Materials, aus dem die Wand gefertigt ist.
Porenbeton ist ein Material, in dem es schwieriger ist (im Vergleich mit anderen Materialien), die Verbindung dauerhaft zu machen, die aus verfügbaren Verbindungselementen angefertigt wurde. Deshalb ist dabei besondere Aufmerksamkeit bei der Auswahl entsprechender Verbindungsstücke und deren maximale Verteilung im Montageplan erforderlich.

Was sind die zulässigen Montageabweichungen?

Die zulässigen vertikalen und horizontalen Abweichungen der Fenstereinstellung in der Öffnung bei einer Länge des Elements bis 3,0 m betragen 1,5 mm. Bei Elementen mit einer Länge von mehr als 3,0 m kann die zulässige Abweichung aus der Proportion ermitteln werden, wobei diese allerdings 3 mm nicht überschreiten sollte.

Quelle: Technische Bedingungen für die Fertigstellung und Abnahme von Bauarbeiten ITB, Teil B - Ausbauarbeiten, Heft 6 - Montage von Fenstern und Balkontüren.

Was sind die Toleranz für die Anfertigung der Fenster- oder Türöffnung?

Die Abweichung vom Nominalmaß der Öffnung sollten Folgendes nicht überschreiten:
- bei Öffnungen bis 3 m mit unvorbereiteter Leibung +/- 12 mm,
- bei Öffnungen von 3 bis 6 m mit unvorbereiteter Leibung +/- 16 mm,
- bei Öffnungen bis 3 m mit fertiger Leibung +/- 10 mm,
- bei Öffnungen von 3 bis 6 m mit fertiger Leibung +/- 12 mm,

Quelle: Technische Bedingungen für die Fertigstellung und Abnahme von Bauarbeiten ITB, Teil B - Ausbauarbeiten, Heft 6 - Montage von Fenstern und Balkontüren.

Kann die Montage von Fenstern und Türen gemäß den Systemteilen aus dem Katalog Yawal TM 74, Seiten 08.D.001 – 08.D.006, als „Warme Montage” bezeichnet werden?

Die Montageweise der Fensterelemente in der Systempublikation YAWAL VADEMECUM TM 74, Seiten 08.D.001, 08.D.002, 08.D.003 (Version 08/2012), erfüllt alle Bedingungen der sog. „Warmen Montage“. Es ist an dieser Stelle hervorzuheben, dass mehrere Aspekte für die Richtigkeit der warmen Montage ausschlaggebend sind:

1) Unter dem Begriff „warme Montage“ fällt auch die „Schichtmontage“ und ihr Wesen besteht in der Verwendung einer wärmedämmenden Schicht gegen Feuchtigkeit aus dem Gebäudeinneren und vor Witterungsbedingungen. Die präsentierten Lösungen veranschaulichen den richtigen Einsatz des Dampfsperrbandes von der Innenseite aus und der Unterspannfolie von der Außenseite der Trennfläche aus.

2) Beibehaltung der Wärmedämmungskontinuität zwischen der Wanddämmung und der Dämmschicht des Fensters. Die besagten Zeichnungen präsentieren die Position der Fenster derart, damit die thermischen Zwischenlagen der Fensterzargen in der Dämmebene der Wand und damit die während der während Montage von Fenstern installierte Wärmedämmung Kältebrücken beseitigt.

3) Korrekte mechanische Montage von Fensterkonstruktionen. Die präsentierten Systemverbindungsstücke ermögliche eine korrekte Montage zur sicheren Übertragung aller auf das Fenster während dessen Betriebs einwirkenden Kräfte.

Selbstverständlich gilt die präsentierte Lösung lediglich als Montagebeispiel und darf daher nicht als „universelle“ Lösung aufgefasst werden. Es ist zu bedenken, dass die Fenstermontage jedes Mal auf Grundlage des Verankerungsplans aus der Feder des in diesem Bereich berechtigten Projektanten durchzuführen ist. Abschließend ist festzuhalten, dass die Beispiellösungen für die Montage der Fenster- und Türelemente aus den Zeichnungen der Systempublikation YAWAL VADEMECUM TM 74 alle Merkmale der Definition sog. warmer Montage ausschöpfen.

Ist es zulässig, Brandschutzkonstruktionen im Rahmen des Yawal-Systems TM 75EI in der Dämmungsschicht einzubauen (vor der Stirnseite der Mauerwand)?

Die Montagebedingungen für Konstruktionen im Rahmen des Yawal-Systems TM 75EI sind der Technischen Zulassung ITB AT-15-6830/2013 (Punkt 2 - Verwendungszweck, Umfang und Bedingungen der Verwendung) sowie den Zeichnungen, die fester Bestandteil der Zulassung sind, zu entnehmen.
Flammschutzkonstruktionen im Rahmen des Systems YAWAL TM 75EI können gemäß Abb. 68 der vorstehenden Zulassung in der Dämmungsschicht bestehend aus Mineralwolle mit einer Dichte von mindestens 80 kg/m3 befestigt werden.

Wie lässt sich das Fenster ordnungsgemäß mit der Mauerwand verbinden? Welche Regeln sind bei der Materialauswahl zu beachten? Wo ist die Dampfsperre und wo ist die Isolation mit der Unterspannfolie anzubringen?

Die ordnungsgemäß durchgeführte Verbindung eines Fensters oder einer Tür mit der Konstruktion des Gebäudes sollte sich, neben der Übertragung aller Kräfte infolge des Konstruktionsgewichts, Klima- und nutzungsbezogenen, die auf das Fenster einwirken, aus drei Schichten zusammensetzen:

1. Innere Dampfsperrschicht zur Gewährleistung der Dichtheit vor dem Eindringen von Wasserdampf in die Dämmungsschichten im Spalt zwischen der montierten Konstruktion und der Mauer. Diese Schicht wird meistens aus dampfdichter Folie oder selbstklebenden dampfdichtenden Bändern angefertigt.

2. Die Wärmedämmungsschicht bestehend aus Polyurethanschaum oder Mineralwolle erfüllt zugleich eine schalldämmende Funktion.

3. Äußere Wasserschutzisolation zum gleichzeitigen Schutz gegen Eindringen von Luft in das Gebäudeinnere. Zu diesem Zweck werden meistens Isolationsschürzen aus der Unterspannfolie Folie oder aus hydrophoben Dehnbändern verwendet.

Der generelle Grundsatz bezüglich der Wasserdampfdurchlässigkeit der richtigen Verbindung der Fenster- oder Türkonstruktion mit der Mauerwand lautet wie folgt: Dichter von innen als nach außen.

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